Vasculitis, eine Entzündung von Blutgefäßen. Die Diagnose"Vaskulitis" stellt immer eine lebensbedrohliche Situation dar. Dies rührt daher, dass in jedem Organ des Körpers Blutgefäße sind. Entzündete Gefäße können sich nicht nur verengen oder verschließen, sie können auch Aussackungen (= Aneurysma) bilden und platzen (= Ruptur). Dann besteht die Gefahr einer lebensbedrohenden Hirnblutung. Eine generalisierte Vaskulitis und Kollagenose ist eine "Fundgrube von Fehldiagnosen". Schon vor Jahrzehnten wird in Lehrbüchern der inneren Medizin von diesen Krankheitsfällen berichtet, aber auch davon, dass nicht selten erst die Autopsie die Diagnose klärte. Die Vaskulitis ist bis heute nicht heilbar. Früher selten, ist eine undifferenzierte allergische Vaskulitis heute durch multiple und verschieden-artigste Noxen häufiger geworden, weshalb eine genaue Medikamenten-, Nahrungsmittel und sonstige Schadstoff-Anamnese eine der wichtigsten Voraussetzungen für die endgültige Diagnose ist. Der Grund, weshalb die richtige Diagnose einer Vaskulitis vielen Medizinern in der klinischen Praxis solange verborgen bleibt, ist ihre bekannte eulenspiegel-artige Maskierung, mit der sie ihre Symptome zeigt oder auch wieder verschwinden lässt oder vielfältig, d.h. mono-oligo-poly-symptomatisch auf die Bühne tritt. Der Symptomenkomplex kann ebenso unauffällig wie markant, der Beginn harmlos schleichend oder akut robust sein.
Verhängnis & Risiko unserer modernen Durchblutungsstörungen Eine nicht-infektiöse Blutgefässschädigung (Vaskulitis) ist eine reaktive Gefäßwandschädigung. Sie kann durch die verschiedensten Mechanismen und Ursachen ausgelöst werden. Die Symptomatik der nachfolgenden Durchblutungsstörung ist je nach betroffenen Organen unterschiedlich. Vaskulitis kann Haut, Schleimhäute, Muskulatur, Nieren, Magen, Darm, Leber, Herz, Hirn, Rückenmark, autonomes und endokrines (hormonelles) System, Gelenke und weitere Organe betreffen und dort schwerwiegende Beschädigungen und Funktionsstörungen hervorrufen. Zu Beginn sind allgemeine Krankheitszeichen vorhanden wie: Konjunktivitis und Skleritis ("rotes Auge"), Rhinitis und Sinusitis (Nase und Nebenhöhlen), Stomatitis (Mundschleimhaut), allerlei Haut-Exantheme einschl. Urtikaria (Nesselsucht) und Ödeme (Schwellungen durch Histamin-Intoleranz), Kopf- und Rückenschmerz, auffällige Ermüdbarkeit. Später kommt es zusätzlich u.a. auch zu: Hörsturz und Tinnitus, unklaren Seh- und Hörstörungen, Gewichts- Ab- oder Zunahme, Nachtschweiß, allgemeine Schwäche oder allgemeines Getriebensein, "Mononeuritis multiplex" (spez. Polyneuropathie des sensiblen und autonomen Systems), Paraesthesien (Kribbelgefühle) sowie "Restless-Legs-Syndrom" (unruhige Beine), "Burning-Feet-Syndrom" (brennende Füße).
 Schliesslich treten dazu noch auf: "Rheuma" (Kollagenosen: Schmerzen in Weichteilen, Muskeln, Gelenken), "Komplexes Regionales Schmerzsyndrom" (CRPS, "Sudeck" unendlicher Schmerz und keiner weiß Bescheid), Magen-Darm-Probleme, Durchfälle, Ödeme, Mikro-Hämaturie (Spuren von Blut im Urin, frühe Nierenschädigung), erhöhte Blutsenkung, Hypoglykämien (Unterzuckerung durch Zucker-Intoleranz mit reaktiver Triglyceridämie), innerliche Unruhe, innerliches Beben oder Vibrieren, Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris, eine gefährliche Neigung zu Thrombosen (aller Art - aller Blutgefäße - aller Organe!), Luftnot bei hyper-reagiblem Bronchialsystem (asthma-ähnliche Zustände), abnorme Müdigkeit, aber auch Schlaflosigkeit, erhebliche Konzentrations- und Koordinationsstörungen u.v.a.m. Die klinischen Zeichen einer Vaskulitis (Durchblutungsstörung) variieren je nach Krankheitsaktivität und Organbeteiligung. Eingenommene Medikamente oder Drogen oder inhalierte Chemikalien sind hauptsächlich für schwere Vaskulitis (Durchblutungsstörung) ursächlich. Chemisch-bedingte (nicht-infektiöse) Durchblutungsstörungen mit Gefäßwandschäden führen -durch die chemische Reizung- zu gefährlichen Vasospasmen und so zur vollständigen Unterbrechung der Durchblutung und zur Ischämie (= schwere akute Sauerstoffnot) in den betroffenen Organen wie Muskulatur, Gelenken, Herz, Hirn, Nieren, Magen, Darm - mit fatalen Folgen. Diese komplexen Krankheiten und ihre Entwicklung sind heute immer noch die gravierendsten Fehldiagnosen.
Betroffen sind bei generalisierter, "systemischer Vaskulitis" die Blutgefässe aller Art und Größenordnung - in sämtlichen Organen, vor allem aber in der Muskulatur der Organe. Durch den Befall lebenswichtiger Organe wie Gehirn, Lunge, Herz, Nieren, Leber, Blut, Sinnesorgane usw. sind derartige Durchblutungsstörungen potentiell stets lebensgefährlich. Während sie früher (als "seltene Paradiesvögel") in Praxis und Klinik weder bekannt waren noch beachtet wurden (erst im Endstadium: Herzinfarkt, Hirnblutung etc.), können wir sie heute -bei entsprechender Krankheitseinsicht- nicht nur häufiger, sondern auch zunehmend in einem latenten Frühstadium (als Prä-Vaskulitis) erkennen und ausbremsen. Zu neuer Erkenntnis beigetragen hat das Verständnis und die Klinik des Immunsystems, der Autoimmunkrankheiten, die Entdeckung der multiplen Intoleranzen ("Pseudo-allergien"), der Amyloidosen (Eiweiss-Degenerations-Krankheiten), des Capillary-Leak-Syndroms u.v.a.m. Darüber hinaus lassen sich schwere Vaskulitiden (in fortgeschrittenen Stadien) durch bildgebende Verfahren (v.a. Szintigraphie, neuro-otologische Verfahren sowie durch Elektronen-mikroskopie) in Ausprägung und Ausdehnung besser erfassen. Eine chemisch-induzierte Vaskulitis (Blutgefäßläsion) wird bei entsprechenden Belastungen (Expositionen) in jedem Lebensalter erworben. Mit zunehmenden Alter nimmt die Irreversibilität (Unumkehrbarkeit) und der Schweregrad der chronischen Krankheit und Behinderung zu. Medikamentöse Therapien einer generalisierten (systemischen) Vaskulitis bei erworbener Intoleranz sind nicht ohne weiteres möglich, insbesondere weil gleichzeitig eine ebenfalls hochgradige Medikamenten-Intoleranz vorliegt. Auch die Drogen der Naturheilkunde und Homöopathie wie aber auch "Nahrungsergänzungsmittel" ("Nutrients" und "Supplements") verschlimmern die Empfindlichkeit und die Intoleranz erheblich. Andererseits sind vaskulitische Schmerzen und Krankheiten im Gegensatz zu neurologischen- noch über lange Zeit heilbar. Nirgends jedoch rächen sich -verständlicherweise bereits kleine Behandlungs- und Ernährungs-Fehler so sehr wie bei Intoleranz und Vaskulitis.
Intoleranz-Reaktionen sind dadurch charakterisiert, dass sie Allergien imitieren (nachahmen), immunologische Mechanismen jedoch nur teilweise beteiligt sind. Sie sind keineswegs auf Arzneimittel beschränkt, sondern können auch durch alle möglichen Schadstoffe ohne weiteres ausgelöst werden. Die wichtigsten Manifestationen sind: - der Kreislauf (akutes Versagen bis zur anaphylaktoiden Reaktion) - der Respirationstrakt (Rhinitis, asthmoide und Grippe-ähnliche Symptome) - die Haut (Urtikaria und andere Exantheme) - das Nervensystem (vaskuläre Encephalopathie, Mononeuritis multiplex) Ausserordentlich folgenreich ist eine erworbene "Histamin-Intoleranz", die ebenfalls nicht nur durch Nahrungsmittel, sondern auch durch Arzneimittel und zahlreiche chemische Stoffe verursacht wird, und zwar i.S. einer ungeheueren Verstärkerfunktion schädlicher Effekte. Arzneimittel-Behandlungen aller Art (Mainstream, Naturheilkunde, Homöopathie) verschlimmern regelmässig eine Prä-Vaskulitis in Richtung einer permanenten systemischen Vaskulitis: Unerwünschte Arzneimittel-Wirkungen (UAWs) -einschließlich flüchtiger Biozide (Desinfektionsmittel, Desinsektionsmittel)- lösen dann nicht selten zunehmend schwere Krankheitsbilder einer systemischen Vaskulitis aus. Die Krankheit "Vaskulitis" äußert sich deshalb so vielfältig, weil es im Körper überall Blutgefäße gibt. Grundsätzlich kann eine Vaskulitis in allen Organen auftreten bzw. ausgelöst werden. Bemerkbar macht sie sich am ehesten dort, wo (als Folge) die Blutversorgung unterbrochen oder wesentlich eingeschränkt wird. Dies ist vor allem in kleinen oder vorgeschädigten Blutgefäßen der Fall.
Organfunktionsstörungen und Beschwerden in den verschiedensten Bereichen werden nicht selten gleichzeitig wahrgenommen. Das kann sich zudem in beliebigen Kombinationen äußern - eben in "in einem bunten Bild von Beschwerden und Symptomen". Bevorzugt betroffen sind gut durchblutete Areale wie Niere, Haut, Auge, Gehör, Muskeln, Herz, Nervensystem und vor allem das autonome und das hormonelle (endokrine) System. In der Regel gehen Prodromalphasen ("Prävaskulitis") jeder Vaskulitis voraus. Bei TILT-Vaskulitis ist die Prävaskulitis ein permanentes Vorstadium, eine erworbene Disposition zu fatalen Intoleranz-Reaktionen. Erworbene gefährliche Chemikalien-Intoleranz (GCI) mit der Disposition (Anfälligkeit, Bereitschaft) zu generalisierter spezifischer Vaskulitis (Durchblutungsstörung) ist aufgrund der ärztlichen Erfahrung primär eine erworbene Reaktion auf chronische Belastungen (Expositionen) durch Verbrennungsprodukte, insbesondere durch hoch-toxische Brandgase, Pyrolyse-feinstaub und Kohlenmonoxid. Gefährliche Vaso-Spasmen (schmerzhafte Blutgefässkrämpfe), Vaso-Dilatationen (schmerzhafte Blutgefässerweiterungen) und Vaso-paralysen (Blutgefässlähmungen) sind dann typische und gefährliche Effekte von Hypoxie, wiederum verursacht von Verbrennungsprodukten aller Art. Dass in der Folge auch flüchtige Biozide (Pestizide), flüchtige Kohlenwasserstoffe, Lösungsmittel und Duftstoffe, Schwermetall-staub oder flüchtiges Quecksilber ähnliche Vaskulitiden (wie z.B. Hypersensitivitäts-Vaskulitis) und auch Vasospasmen aufgrund der o.g. Läsionen und Narben auslösen, ist nicht verwunderlich, sondern zu erwarten.
Wir wissen, dass "Durchblutungsstörungen" (Vaskulitis bzw. Vaskulitiden) nicht nur einer schweren rheumatischen Krankheit, einer Herzmuskelschädigung, einem Infarkt, einem Diabetes, sondern gleichermassen organisch bedingten neurologischen Störungen, wie insbesondere z.B. einer Depression, einer Multiplen Sklerose, einem Tumor, einer Epilepsie oder Alzheimer' Krankheit jahrelang vorausgehen. Es gibt Tausende von Fallberichten, die sowohl häufige als auch seltene neuro-psychiatrische oder neuro-vegetative Symptome schildern, die durch chemische Substanzen ausgelöst wurden. Nicht nur, dass wir nicht wissen, wie häufig substanz-induzierte organisch bedingte psychische Störungen vorkommen, es ist uns darüber hinaus auch nicht bekannt, wie oft diese Diagnose übersehen wird. Doch wir wissen aus vielen großen Studien, dass organisch bedingte psychische Störungen oder toxisch-induzierte schwere Störungen -aufgrund ihrer Komplexität- sehr oft nicht erkannt oder falsch interpretiert werden. Es wurden in den letzten Jahren wesentliche Erkenntnisse über Ätiologie (Ursache) und Pathogenese (Verlauf) von Krankheit insgesamt korrigiert, allein schon deswegen, weil niemand gegen gesundheitliche Schädigung durch Rauch- und Brandgase und Kohlenmonoxid gefeit ist. Keiner ist sicher, jeder ist gefährdet; es existiert hier weder Resistenz, noch Toleranz, noch Immunstärke oder ähnliches. Insofern handelt es sich nicht nur um kurative, sondern vor allem auch um früh-präventive Maßnahmen, wenn grundsätzlich rauchfreie Räume im Arbeitsschutz, im öffentlichen und im Privatleben gefordert werden.
Toxische Polyneuropathie
Passivrauchen ist nach den Ergebnissen einer neuen Studie aus den USA noch erheblich gefährlicher als bisher angenommen. Das Risiko allein für Herzerkrankungen verdoppelt sich für Menschen, die regelmässig Zigarettenqualm ausgesetzt sind, heisst es in der Studie der Harvard-Universität. Die Forscher untersuchten über einen Zeitraum von zehn Jahren die Auswirkungen des Passivrauchens auf über 32 000 Frauen. Danach stieg das Risiko für nicht tödliche Herzinfarkte bei gelegentlichem "Mitrauchen" sogar um 64 Prozent, bei regelmäßigem Passivrauchen um 88 Prozent. Alles, was unsere Krankheiten und Behinderungen ausmacht, ist komplex. Man kann einen komplexen Tatbestand nicht dadurch in den Griff bekommen, dass man ihn simplifiziert. Simplifizieren übersieht oder ignoriert die Komplexität, die unser gesamtes Leben bestimmt. Simplifizieren und terrible simplificateurs (schreckliche Simpel/Einfaltspinsel) haben uns in die schwerste Krise unseres Gesundheitswesens geführt. 1) Vaskulitis (auch Angiitis genannt) : Blutgefäßwandschädigung mit allen Folgen ("Vas" : ein Gefäß, entspricht dem Wort "Vase", Blumenvase: ein Gefäß für Blumen etc.) 2) Vasospasmen (Angiospasmen): (Blut-Gefäßwandkrämpfe) die früher nicht selten in einer Psychiatrie zu einem schweren Ende gerieten. Quellen -Nachweis: Toxnet-Infoportal Autor: Silvia Nussio Website-Link: Toxnet-Infoportal
© 2011 Vaskulitis e.V.  ein Projekt der Selbsthilfegruppe Vaskulitis e.V.

Vaskulitis kann auch durch Umwelteinflüße ausgelöst werden

Vaskulitis (Umwelt)
Selbsthilfe Vaskulitis e.V.
Am Leben nicht mehr teilnehmen Oft unerkannt gefährliche Chemikalien-Intoleranz GCI, Vaskulitis Entzündung von Gefässen, Entzündliche Gefäss Erkrankung, vaskul- = Gefäss und -itis = entzündlich "hochgradige Histamin-Intoleranz" Viele Menschen sind von dieser Krankheit betroffen, ohne es zu wissen. Sie laufen von Arzt zu Arzt, aber die Ursache der Beschwerden wird oft gar nicht oder erst spät erkannt. Häufig sehen sich die Betroffenen sogar mit dem Vorwurf konfrontiert "eingebildete Kranke" zu sein. Das macht ihre Situation nicht leichter, denn schliesslich leiden sie mit der Krankheit ohnehin an einer Fülle von Beschwerden, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Seite aktualisiert am: 14.01.2017